Aufbrauch Challenges – Sinn oder Unsinn?

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Project Pan, Project Polish, 13 until Halloween, 12 pans of Christmas, Pan that Palette….so ausschmückend klingen oft Challenges wo es um eine Sache geht: In einer bestimmten Zeit eine bestimmte Anzahl von Kosmetik Produkten aufzubrauchen.

Project 10 Pan – Der Anfang

Vor Jahren merkten einige  YouTuber, dass sie zu viel von allem hatten und erlegten sich ein Kaufen unter Bedingungen auf: Man durfte erst ein neues Produkt kaufen, wenn man in 10 Produkten das Pfännchen sah. Projekt 10 Pan war geboren. Von dort an wurde gepinselt, geblusht und geblendet was das Zeug hält. Da Projekt 10 Pan alleine auf die Zeit allerdings langweilig wurde, entwickelten YouTuber verschiedene Challenges. Mal variiert die Anzahl der zu Aufbrauchenden Produkte, ein anderes Mal gibt es eine zeitliche Begrenzung, manchmal gibt es beides.

Aufbrauchen um jeden Preis?

Der ursprüngliche Geist der Aufbrauch Challenges ist schon längst vergessen, denn ein Neukauf ist nicht mehr an die erfolgreiche Absolvierung der Challenge gebunden. Wenn nach Aufbrauch – Challenges auf YouTube sucht, wird man nahezu überflutet von den verschiedenen Challenges und bekommt den Eindruck, dass manchmal sogar eine Art Wettbewerb herrscht. Eine Challenge reiht sich an die nächste , Küchenwaagen werden ausgepackt und regelmäßige Updates zu dem Verlauf der Challenge veröffentlicht. Zwischendurch und am Ende gibt es Fazits zu den Produkten, nicht selten mit dem Kommentar wie glücklich man doch sei, dass dieses Produkt nun endlich leer sei oder wie ungern man das Produkt doch benutzt.

Warum Aufbrauchen und nicht Wegschmeissen?

Wenn ich ein Produkt versuche aufzubrauchen und mich darüber beschwere wie blöd Produkt XY doch sei, fragt mein Mann nicht ganz unlogisch: Warum schmeisst Du es nicht weg? Eine gute und einfache Frage, doch die Antwort ist nicht immer so einfach.
Ich schmeisse sehr selten und ungern Kosmetik weg. Landet etwas, das nicht leer ist im Müll hat es den Grund, dass ich es überhaupt nicht vertrage, der Geruch unerträglich ist oder es gekippt ist. Ich sehe für mich den Aufbrauchprozess eines ungeliebten Produktes auch teilweise als Lernprozess an. Ich lerne (meistens) dass diese Art des Produktes nicht für mich funktioniert und ich in Zukunft hierfür kein Geld mehr ausgeben sollte.

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Der (Un)Sinn der Challenges

Die Ursprungsidee „Projekt 10 Pan“ hatte ein Ziel. Nicht neukaufen bevor man die Produkte im eigenen Besitz ausreichend benutzt hat, denn oft verstauben Produkte in den Schränken und Kosmetiktischen der Welt. Neues wird dazu gekauft, ohne dass man den älteren Produkten genug Aufmerksamkeit schenkt. Allerdings sind die heutigen Aufbrauch – Challenges etwas anders gestrickt. Packende Namen, festgelegte Produkte und Zeiträume beherrschen die Aufbrauch-Challenges und nebenbei wird weiter eingekauft. Und ist die eine Challenge fertig, kommt die nächste direkt hinterher, denn man hat ja genug zum Aufbrauchen. Aus dem Ursprünglichen Gedanken ist ein Wettbewerb geworden.

Machen Challenges überhaupt Sinn?

In dem ganzen Wettbewerbsgeist der Challenges geht der Ursprungsgedanke leider unter. Wie und wann machen Challenges Sinn? Wie kann man sich am besten wieder auf den Ursprungsgedanken besinnen?
Der Grundgedanke war, dass man Produkte im Bestand benutzt, die man vielleicht vergessen oder vernachlässigt hat bevor man wieder etwas neues kauft. Wenn man diesen Gedanken beibehält machen Challenges Sinn.
Hat man beispielsweise zu viel Duschgel setzt man sich ein Ziel: X Duschgel sollen aufgebraucht werden bevor man sich ein neues kaufen kann.
Bei einem Schwerpunkt auf dekorativer Kosmetik kann sich das Ganze etwas schwieriger gestalten. Braucht man Anzahl X auf, bevor an etwas nachkauft? Wird es nicht langweilig fast ausschliesslich dasselbe Produkt zu nutzen? Hier bieten sich „Schminkkörbchen“ an, in denen man sich eine wöchentliche Auswahl an Kosmetik zusammenstellen kann.

Das wichtigste allerdings ist dass es nicht in flicht und Zwang ausartet, sonst geht der Spass an den Produkten und der Kosmetik verloren. Letztendlich ist es das was doch Kosmetik und Schinken ausmacht: Spass und auch Challenges können, in einem gewissen Rahmen, zu diesem Spass beitragen.

Wie sieht es bei Euch aus? Wie steht Ihr zu Aufbrauch Challenges? Nehmt ihr an welchen teil?

6 comments on “Aufbrauch Challenges – Sinn oder Unsinn?

  1. Ich finde dieses „aufbrauchen um jeden Preis“ irgendwie auch ziemlich dämlich – stattdessen sollte man vielleicht einfach bewusster einkaufen und nicht jeder neuen Limited edition nachrennen. Ich habe meine Kosmetik vor einiger Zeit radikal verkleinert und alles aussortiert was ich nicht mehr verwende, kaufe jetzt aber auch nur noch Dinge, bei denen ich mir wirklich sicher bin das ich sie benutzen werde 🙂 Da ist es auch nicht schlimm wenn mal etwas neues dazu kommt weil die Balance meiner Meinung nach stimmt.

    Liebe Grüße 🙂

  2. ich probiere auch immer alles zu verbrauchen bevor ich mir was neues kaufe 🙂
    aber es stimmt schon – manche sachen sind einfach doof – ich habe zB ein riesiges problem mit nagelläcken könnte mir jede woche einen neuen kaufen 🙂
    jz habe ich mal aussortiert und viele meiner arbietskollegin geschenkt 🙂 die hat sich gefreut 🙂

    aber ja ich mach sonst auch die aufbrauch challenge – bzw ich versuche es – erst wenn das haarshampoo leer ist (hab akutell min 5 stk) darf ein neues gekauft werden 🙂
    glg katy

    LAKATYFOX

    1. Nagellacke sind auch mein Verderben. 😉 Aber hier miste ich auch regelmäßig aus und gebe dann den Großteil der Aussortierten an meine Mutter weiter. Mit anderer Kosmetik mache ich das auch so.

  3. Ich finde es grundsätzlich sinnvoll, erst etwas aufzubrauchen, bevor man etwas neues kauft, aber die Kosmetikindustrie weiß schon ganz gut, wie sie mit limitierten Produkten & Co unsere Knöpfe drücken muss. 😀
    Gerade bei dekorativer Kosmetik sortiere ich aber regelmäßig aus und verschenke nicht mehr geliebte Produkte an Freundinnen und meine kleine Schwester.

    Liebe Grüße ♥

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